Passend zu unserem Rezept von gestern gibt es heute die individuell beschrifteten Flaschen dazu!
Also: Glühwein zubereiten, noch heiß in die individuell ettiketierten Flaschen füllen, fest verschliessen und verschenken.
Etikett in einem Grafikprogramm am Computer erstellen, auf einem Farblaser-Drucker mit Passermarken ausdrucken und die Kontur nachträglich mit einem Schneideplotter ausplotten. Dabei die Laserfolie auf eine Plottunterlage aufkleben.
Den Nutzen mit den geplotteten Etiketten komplett entgittern.
Fertiges Etikett auf die Flasche aufbringen – fertig.
Schneideplotter sind zentraler Bestandteil von vielen Anwendungen in Werbe- und Kreativtechnologien. Daher wollen wir die Funktionsweise und die technischen Details von Schneideplottern hier ausführlich beschreiben:
Was ist ein Schneideplotter?
Schneideplotter sind computergesteuerte Geräte, die ähnlich wie bei einem Druck Objekte wie z.B. Schriften, Ellipsen oder Rechtecke aus (selbst)klebenden Materialien ausschneiden.
Was macht ein Schneideplotter?
Zum größten Teil werden mit einem Schneideplotter einfarbige Selbstklebefolien geschnitten, man nennt diese daher auch Schneidefolien. Es können nur Materialien verarbeitet werden, die über einen Träger verfügen. Bei den Klebefolien ist dies in der Regel ein Silikonpapier. Neben Selbstklebefolien schneidet ein Plotter natürlich auch Flock- und Flexfolien, die nach dem Schneiden mittels einer Transferpresse auf zumeist Textilien aufgebracht werden sowie alle Arten von Papier.
Wie funktioniert das?
Das Messer des Schneideplotters trennt beim Plotten nur die Folie selbst, der Träger bleibt unversehrt und hält den gesamten Plot bzw. Aufkleber zusammen, bis er auf eine entsprechende Oberfläche übertragen wird.
Auf dem Markt sind zwei verschiedene Arten von Schneideplottern erhältlich, die sich nicht in der Funktion, doch aber in der Handhabung und auch im Preis unterscheiden. Man unterscheidet zwischen Schneideplottern mit Schleppmessertechnik und Schneideplottern mit Tangentialmessertechnik.
So funktioniert ein Schneideplotter mit Schleppmessertechnik
Am weitesten verbreitet sind Schneideplotter mit Schleppmessertechnik. Sie machen über 95% des Marktes aus.
Bei dieser Technik wird ein nadelähnliches Messer, das durch den sogenannten Offset leicht aus der Mitte versetzt liegt, der Bewegung des Messerkopfes nachgeschleppt – daher der Name. Das Verfahren ist robust und einfach, was niedrige Kosten und eine hohe Zuverlässigkeit bedeuten.
In der Regel werden von den Plotterherstellern und unabhängigen Anbietern mehrere Messer pro Gerät offeriert.
Dabei ist die Angabe des Schneidwinkels entscheidend: ein Schneidwinkel von 30° bedeutet beispielsweise ein relativ stumpfes, aber robustes Messer, das in dünnen Materialien bei großen Objekten gute Ergebnisse bei hohen Standzeiten liefert. Messer mit einem Schneidwinkel von 60° hingegen sind sehr spitz und empfindlich und eignen sich daher für dicke Materialien oder sehr kleine Objekte.
Weniger verbreitet sind Schneideplotter mit Tangentialmessertechnik
Wesentlich seltener als Schleppmesser- sind Tangentialmesserplotter anzutreffen. Dies liegt vor allem daran, dass diese Technik, bei der ebenfalls ein nadelartiges Messer im Einsatz ist, welches jedoch von einem Elektromotor immer in die richtige tangentiale Ausrichtung gebracht wird, deutlich teurer ist als die herkömmlichen Schneideplotter mit Schleppmessern.
Darüber hinaus arbeiten Plotter mit Tangentialmessern langsamer, da die Ausrichtung des Messers eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.
Was bringt die Kreativtechnologie Schneideplot?
Vorteile
günstiger Einstieg möglich
universell einsetzbare Technologie
leicht zu erlernen
Nachteile
PC zur Steuerung notwendig
Ein Schneideplotter in Aktion
Welche Geräte gibt es am Markt?
Die erhältlichen Geräte unterteilen sich in verschiedene Gruppen, angefangen von Hobbygeräten bis hin zu Profimaschinen:
Hobbygeräte wie z. B. Secabo mini oder Graphtec CraftRobo
semiprofessionelle Geräte wie die Secabo CIII Serie
professionelle Schneideplotter wie die Graphtec CE5000 Serie, Roland GX-24, GX-300 bis -500
high-end Schneideplotter wie die Summa S-Class, z. T. mit Tangentialmesser-Technik
Drucken und Schneiden?
In letzter Zeit haben immer mehr Hersteller Funktionen zur Erkennung von Passmarken in ihre Schneideplotter eingebaut (Secabo – LAPOS, Summa – OPOS). Dies ermöglicht dem Benutzer das konturgenaue Schneiden von gedruckten Objekten.
Beispielsweise bedruckt der Anwender zunächst eine bestimmte Klebefolie auf einem Laserdrucker mit Proukt-Labels – inkl. entsprechender Positionsmarken. Nachdem der Schneideplotter diese Marken eingelesen hat, kann er eine beliebige Kontur um die gedruckten Objekte herum schneiden. So entstehen professionelle Labels, Etiketten, Typenschilder oder auch Aufkleber fürs Auto. Entsprechende Funktionen werden in Schneideplottern von z. B. Secabo, Roland, Graphtec, Summa und vielen anderen Herstellern angeboten.